Twentysomething. Das, was bleibt.

Twentysomething

Twentysomething – Ein Gedankenspaziergang. Wie es wohl ist, 25 Jahre jung zu sein? Wir 1992er-Kids werden in diesem Jahr endlich unabhängig. Einige finanzielle Zulagen fallen weg und auch die Profi-Kuscheldecke reizt mich hin und wieder mehr als eine Studentenparty.

Twentysomething

Bald werde ich 25. Irgendwie ist das komisch, aber irgendwie ist es auch in Ordnung. Denke ich.

Ob ich mich alt fühle? Nein, damit fange ich gar nicht erst an. Ganz im Gegenteil – alles um mich herum fühlt sich jetzt viel größer an. Gewinnt noch mehr an Bedeutung. Ein paar Dinge ändern sich damit in der nächsten Zeit. Ich muss mich ab sofort studentisch selbst versichern. Zuvor war ich noch durch meine Mum familienversichert und auch Zulagen wie das Kindergeld, fallen nun weg. Denn wir 1992er-Kids werden doch jetzt unabhängig. Eigentlich.


Manchmal ist diese Welt zu groß für mich

Ich stecke noch mitten im Studium, die Medieninformatik musste ich davor abbrechen. Weil ich nicht klar kam. Weil meine linke Gehirnhälfte wohl doch weiter ausgeprägt ist. Und ich bin mal ehrlich: Ich hatte ja doch keine Ahnung, was ich anschließend damit anstellen wollte. Doch das ist okay, ich bin ja noch jung.

public void rechteGehirnhaelfte() {
wissen = wissen -10;
}

Twentysomething                      Twentysomething

Und jetzt? Ich werde wahrscheinlich noch ein Semester dranhängen. Nebenbei arbeite ich und hatte im letzten Semester einige Dinge im Kopf, die mein Unterbewusstsein für wichtiger hielt und mich ausbremsen ließen. Ich verlor den Fokus. Es ist nicht einfach, wenn du kreativ sein möchtest und in ein Kreatief fällst. Dieses Loch, das dich nicht an deine Ideen lässt. Sie dir in Form eines Fadens hinhält, aber dir bei jedem Windzug erneut aus der Hand gleiten.

Ein Gefühl der Unvollständigkeit, weil d

du nicht funktionierst. Doch ich freue mich darauf, im nächsten Semester erneut frisch durchstarten zu können.


Das Ding mit der Fotografie

Noch stehe ich mit einer riesigen Passion vor der Kamera und ein Ende ist zum Glück noch nicht in Sicht. So lange ich beim Kauf von Getränken weiterhin nach meinem Ausweis gefragt werde, ist das Älterwerden wahrscheinlich auch noch kein Problem. Aber wer weiß, vielleicht habe ich irgendwann genug von meinem Gesicht und nehme selbst die Kamera in die Hand? Die andere Seite der Kamera kenne ich schließlich bereits.

Twentysomething(c) 2016 Schallkoerper Fotografie

Mittlerweile sehe ich Vieles entspannter.

Alles entspannter anzugehen, hat nichts mit unverbesserlichem Optimismus zu tun – ganz im Gegenteil: Auch ich bin manchmal wegen irgendwelcher Kleinigkeiten ein Nervenbündel. Dennoch hat sich das mit den Jahren stark gewandelt. Es ist nicht immer gleich alles ein Weltuntergang. Durchatmen. Irgendeine Lösung gibt es doch immer. Für alles, auch wenn dadurch Verluste eingefordert werden.

Wie es so ist, nun auf die 30 zuzugehen?

Das ist mir egal. Mehr Gin Tonic für mich. 

Twentysomething(c) 2016 Lea Böhland Fotografie

Beitragsbild: Lea Böhland

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